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Historie

Gründung und Entwicklung

 

Das Meteorologische Institut der Universität Bonn (MIUB) wurde durch die Berufung von Hermann Flohn an die Universität Bonn im Herbst 1961 gegründet. Das Ziel dieser späten Institutsgründung beschreibt er in einem der ersten PROMET-Hefte: '' ... der Einsatz der Datenverarbeitung für das Studium der großräumigen Zirkulationsprozesse (besonders in den Tropen) und ihrer quasi-persistenten Anomalien, letztere als Grundlagen einer physikalisch-mathematischen Disziplin, mit dem Einsatz radikal vereinfachter numerischer Modelle im Bereich der regionalen und lokalen, im Endziel auch globalen Skala...''. Das MIUB war zunächst provisorisch in einem Altbau in Poppelsdorf untergebracht. Das heutige Institutsgebäude in Endenich, Auf dem Hügel 20, wurde erst im Juni 1966 bezogen. Kurz nach Gründung wurde das erste universitäre RADAR-System zur Erkundung und quantitativen Abschätzung und Erfassung der mittel- bis kleinräumigen Struktur des Niederschlags durch den damaligen Akademischen Rat Dr. Breuer auf dem Dach des nahe gelegenen von U. Haberland gestifteten Studentenwohnheims installiert. Bis in die siebziger Jahre wurden die Hauptvorlesungen in Meteorologie teilweise zusammen mit dem Kölner Institut veranstaltet.

Das Institut ist dann recht schnell zu einem meteorologischen Institut mittlerer Größe gewachsen. Zunächst wurde noch von Hermann Flohn eine C3 Professur für Theoretische Meteorologie eingerichtet, auf die Michael Hantel berufen wurde. Helmut Kraus als Nachfolger von Hermann Flohn fügte seit 1978 den Lehr- und Forschungsaktivitäten des Instituts die modellierende und messende Meteorologie der bodennahen Grenzschicht sowie die mikroskalige Klimatologie, die Meso-Meteorologie und seit 1981 die Antarktis-Forschung hinzu. Dies machte die Schaffung von Laborraum notwendig; das Institutsgebäude wurde durch den ''Kraus-Anbau'' im Norden beträchtlich erweitert. Nach der Berufung von Michael Hantel nach Wien wurde 1987 Heinz-Dieter Schilling als Nachfolger berufen. Durch ihn erfolgte neben einer Schwerpunktbildung im Bereich der globalen Modellierung mit konzeptionellen Modellen ein nachhaltiges Engagement des Instituts in der interdisziplinären Forschung im Rahmen des geowissenschaftlichen Sonderforschungsbereichs 350 ''Wechselwirkung kontinentaler Stoffsysteme und ihre Modellierung''.

Der nach der Emeritierung von Hermann Flohn im Jahre 1978 entstandenen Lücke in der Lehre zur Klimatologie wurde durch die Schaffung einer weiteren C3 Professur zur Klimadynamik und der Berufung von Andreas Hense Rechnung getragen. Hierdurch wurde ein Schwerpunkt in der Diagnose natürlicher Klimavariabilität auf der Zeitskala größer ein Jahr mit Beobachtungen und komplexen Klimamodellen geschaffen. Im April 1996 wurde Clemens Simmer als Nachfolger von Helmut Kraus berufen, wodurch eine weitere Akzentuierung der mesoskaligen Meteorologie am Institut erreicht wurde. Das Hauptgewicht liegt dabei in der Kopplung von Mesoskalenmodellen mit Fernerkundungsverfahren vom Boden (u. a. Radar, Mikrowellenradiometer) und vom Satelliten im Rahmen der Modellvalidierung und Datenassimilation zur Erfassung des regionalen hydrologischen Zyklus. Bis zuletzt aktiv in der Forschung tätig verstarb Hermann Flohn, der Gründer des Instituts, mit 85 Jahren im Juni 1997. Im November 1997 verstarb auch Heinz-Dieter Schilling völlig unerwartet während eines Forschungsaufenthalts in den Tafelbergen Venezuelas. Im März 2000 wurde Andreas Bott als sein Nachfolger auf die Professur für Theoretische Meteorologie berufen.
 

 


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