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Interessante Radarbilder: Stratiformer Niederschlag

 

Was ist stratiformer Niederschlag?

Animationen von stratiformen Niederschlag im Rheinland:

Hinweis: alle im Film dargestellten Zeiten sind UTC-Zeiten.Für die lokale Zeit im Winter 1 Stunde, im Sommer 2 Stunden dazurechnen!

 

17. Juli 2004 :
Eine Konvergenzlinie mit kräftigen Gewittern überquert das Radargebiet nordostwärts. Zunächst sieht es so aus, als würden die Niederschläge hinter der Gewitterlinie rasch nachlassen. Nachdem sie das Bonner Gebiet überquert hat, wird erst das ausgedehnte Niederschlagsfeld sichtbar, dass zuvor aufgrund der starken Dämpfung nicht detektiert werden konnte. Im Elevationsscan sind zunächst Niederschläge nur in großer Höhe sichtbar. Die erste durchziehende Gewitterzelle transportiert hier Schneekristalle in großen Höhen aus ihrem Zentrum in die Randbereiche, dort verdunstet der Schnee wieder. Später ziehen dann mehrere bis in 12 km Höhe reichende Gewitterzellen durch. Bei den nachfolgenden stratiformen Niederschlägen befindet sich in diesen Höhen nur noch wenig Eis. Kurz kann man noch eine weitere Schauerzelle sehen, die sich von den stratiformen Niederschlägen deutlich durch ihre geringe Ausdehnung und die bis zur Obergrenze reichenden hohen Reflektivitäten unterscheidet. Teilweise lässt sich die Schmelzschicht in etwa 3,2 km Höhe erkennen.
Azimut
Elevation
26. Januar 2003 :
Von Westen her zieht ein leichtes stratiformes Niederschlagsfeld ins Radargebiet. Dabei bildet sich ein "gelber Ring" mit erhöhter Radarreflektivität mit einem Radius von ca. 15 km um Bonn. Im Elevationsscan kann man erkennen, dass die Schmelzschicht in ca. 800 Metern Höhe liegt. Der Ring entsteht an der Stelle, wo der Radarstrahl die Höhe der Schmelzschicht erreicht, dort fällt also keineswegs mehr Niederschlag als in den benachbarten Regionen.
Azimut
Elevation
9./10. Oktober 2000:
Von Südwesten zieht in der Nacht ein Niederschlagsgebiet ins Rheinland. Es bildet aber keine geschlossene Decke, sondern läßt einen Bereich um Bonn fast die ganze Zeit von Regen verschont, so daß sich eine Ringstruktur im Radarbild ergibt.
Im Elevationsscan ist ein ausgeprägtes brightband zu sehen.
Azimut
Elevation
3.März 2000:
Ein schmales Starkregenband zieht von NW ins Radargebiet. Es ist verbunden mit einer Kaltfront, die einen Temperatursturz von 4,5°C innerhalb kurzer Zeit mit sich bringt. Im Elevationsscan ist der Querschnitt des Bandes gut zu erkennen, außerdem der Temperatursturz dadurch, daß das brightband hinter dem Niederschlagsband niedriger liegt (fast 1km).
Dem Band folgt ein großflächiges Niederschlagsgebiet, das eher stratiformen Regen bringt.
Azimut
Elevation
10. Februar 2000:
Ein Niederschlagsgebiet überquert, von Westen kommend, das Rheinland. Verbunden mit einer Kaltfront, bringt es mit viel Regen auch einen Temperatursturz mit sich, den man im Elevationsscan gut an dem brightband (Nullgradgrenze) erkennen kann, das von 2km in ca. 500m Höhe absinkt.
Azimut
Elevation
14. April 1999:
Aus Süden zieht ein großflächiges Niederschlagsgebiet über das Rheinland. Es kommt zu anhaltendem Schneefall, die Schmelzschicht (Nullgradgrenze) ist im Elevationsschnitt direkt am Boden zu erkennen.
Azimut
Elevation
12. April 1999:
Eine Front aus Nordwest bringt stratiformen Niederschlag ins Rheinland. Im Elevationscan taucht die Schmelzschicht (Nullgradgrenze) in zwei verschiedenen Höhen übereinander auf. Es folgen zwei Starkregenbänder, die in der 100km Animation zu sehen sind.
Azimut

Azimut 100km
Elevation
22. März 1999:
Ein Niederschlagsgebiet zieht von Südwesten ins Rheinland. Als es etwa über Bonn ankommt dreht der Wind recht schnell von Südwest nach Nordwest, so daß das Gebiet seine Orientierung ändert und nach Südosten weiterzieht. Im Elevationsscan ist ein brightband in etwa 600m Höhe zu erkennen.
Azimut
Elevation
25. Januar 1999:
Eine Kaltfront mit intensivem Niederschlag  zieht über das Rheinland. Im Azimutscan sieht man die interessante Struktur des Niederschlagsgebietes.
Azimut
Elevation
14. November 1998:
Es regnet im gesamten Rheinland. Im Vertikalschnitt sieht  man die Schmelzschicht (Nullgradgrenze), die die höchsten Reflektivitäten zeigt,  in etwa 500 m. Dies ist so niedrig, daß der leicht nach oben gerichtete Radarstrahl nach 20 km durch diese Schicht hindurch ist und nur noch Reflektivität aus höheren Schichten empfängt. So entsteht der "rote Kreis" um Bonn. 
Azimut
Elevation