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Interessante Radarbilder: Dämpfung

Was ist die Dämpfung des Radarstrahls?

Animationen von Dämpfung im Rheinland:

Hinweis: alle im Film
dargestellten Zeiten sind
UTC-Zeiten. Für die lokale Zeit
im Winter 1 Stunde, im Sommer
2 Stunden dazurechnen!

 

17. Juli 2004 :
Eine Konvergenzlinie mit kräftigen Gewittern überquert das Radargebiet nordostwärts. Zunächst sieht es so aus, als würden die Niederschläge hinter der Gewitterlinie rasch nachlassen. Nachdem sie das Bonner Gebiet überquert hat, wird erst das ausgedehnte Niederschlagsfeld sichtbar, dass zuvor aufgrund der starken Dämpfung nicht detektiert werden konnte. Im Elevationsscan sind zunächst Niederschläge nur in großer Höhe sichtbar. Die erste durchziehende Gewitterzelle transportiert hier Schneekristalle in großen Höhen aus ihrem Zentrum in die Randbereiche, dort verdunstet der Schnee wieder. Später ziehen dann mehrere bis in 12 km Höhe reichende Gewitterzellen durch. Bei den nachfolgenden stratiformen Niederschlägen befindet sich in diesen Höhen nur noch wenig Eis. Kurz kann man noch eine weitere Schauerzelle sehen, die sich von den stratiformen Niederschlägen deutlich durch ihre geringe Ausdehnung und die bis zur Obergrenze reichenden hohen Reflektivitäten unterscheidet. Teilweise lässt sich die Schmelzschicht in etwa 3,2 km Höhe erkennen.
Azimut
Elevation
3. Mai 2001 :
Bei Südwestlichen Winden entstehen über dem bergischen Land kontinuierlich neue Gewitterzellen. Diese ziehen rasch nordostwärts weiter und erreichen außergewöhnlich starke Niederschlagsraten. Interessant ist, dass an diesem Tag immer wieder die gleiche Region von Starkregen betroffen ist, während der größere Teil des Radargebiets trocken bleibt. In der Region um Gummersbach werden zwischen 15:00 und 15:30 Uhr auch starke Dämpfungseffekte sichtbar.
Azimut

4. Juli 2000 :
Beim Durchzug eines Tiefdruckgebietes kommt es, vor allem im Norden des Radargebietes, zu starken Niederschlägen. Zum Teil sind sie sogar so stark, daß Dämpfungseffekte sichtbar werden (z.B. hinter Köln). Die Zellen, die auch zeitweise eine Bandstruktur aufweisen, kommen zunächst aus Südost, dann dreht der Wind ziemlich schnell auf die Gegenrichtung.
Im Elevationsscan sind Fallstreifen und ein brightband zu sehen.
Azimut
Elevation
25. Februar 2000:
Von NW zieht eine Kaltfront ins Rheinland, zu erkennen an einem schmalen Niederschlagsband. Als dieses den Radarstandort erreicht, wird der Radarstrahl zu beiden Seiten in Richtung des Bandes durch die Stärke des Niederschlages schnell so weit gedämpft, daß dahinter kein Signal mehr empfangen wird.
Im Elevationsscan kann man die Zugbahn des Bandes verfolgen, außerdem auch das darauf folgende Absinken des brightbandes um etwa 1km.
Azimut
Elevation
23. September 1999:
Niederschlagszellen, in denen die Schmelzschicht (Nullgradgrenze) sehr stark ausgeprägt ist, durchqueren das Rheinland.  In dem nachfolgenden Band, aus dem große Mengen Niederschlag fallen, sind hochreichende Fallstreifen zu sehen. 
Azimut
Elevation
18. August 1999:
Ein weiterer Dämpfungseffekt: Sobald der starke Niederschlag den Radarstandort erreicht, wird der Radarstrahl so stark gedämpft, dass der nördlich von Bonn vorbeiziehende Niederschlag nicht mehr auf dem Bild erscheint.
Azimut
Elevation
4.Juli 1999:
An einer Gewitterzelle wird die Dämpfung des Radarstrahls durch Niederschlag deutlich. Hinter der Zelle wird kein Niederschlag mehr gemessen, obwohl man dort auch Niederschlag erwarten kann.
Azimut 100km
Elevation